Übergabe an die Universität der Bundeswehr München

 

Die Weiterentwicklung von Text Broom wurde ab dem 01.07.2020 an die Universität der Bundeswehr in München unter Leitung von Frau Prof. Dr. Michaela Geierhos übertragen. Anfragen richten Sie bitte fortan an das Team der Professur für Data Science.


Text Broom war im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Paderborn unter der Leitung von Frederik Bäumer entstanden. Unterstützt wurde die Entwicklung durch die Gesellschaft für Angewandte Linguistik e.V. und die Fakultät der Kulturwissenschaften der Universität Paderborn.


Kontext

Das moderne Web basiert auf Interaktion, Diskussion und Austausch von Informationen. Durch die fortschreitende semantische Anreicherung wird das Web auch zu einer riesigen Informationsquelle für datengesteuerte Anwendungen. Dies stellt unter Umständen ein Risiko für einzelne Benutzer dar. Da Daten immer effektiver mit bestehenden Ressourcen verknüpft werden, können selbst ungewollt (implizit) offenbarte Einzelinformationen schädliche Folgen für einzelne Nutzer haben. Obwohl Serviceprovider im Web die Pflicht und auch das Eigeninteresse haben, die Sicherheit und Privatsphäre von Benutzerdaten zu gewährleisten, gibt es Fälle, in denen Benutzerdaten missbraucht und kompromittiert oder öffentlich verfügbare Informationen geg­en dessen ursprünglichen Verfasser verwendet werden. Die bestehenden Datenschutzrichtlinien, Betreiberhinweise und (teil-)automatisierte Schutzmechanismen, welche die Privatsphäre von Personen schützen sollen, sind aber oftmals unzureichend. Es ist demnach im Interesse der Kommunizierenden, nur diejenigen Informationen in Textbeiträgen zu platzieren, die einen gewissen selbstbestimmten Grad an Anonymität wahren.

Ziel

Text Broom ist ein Tool, welches potentielle Privatsphäreverletzungen in Form expliziter als auch inhärenter Angaben in online verfügbaren Fließtexten erkennen und für Benutzer sichtbar machen kann.